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Die Sternsinger kommen in der Pfarreiengemeinschaft Füssen: Weißensee: Zu
den Acht Seligkeiten: Hopfen
a. See: St.
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0 Als
Sternsinger bezeichnet man drei als Heilige Drei Könige
gekleidete Menschen, die vom 2. Dezember bis zum 6. Januar Geld
für wohltätige Zwecke sammeln. Der Brauch geht auf das 16.
Jahrhundert zurück.
0 Die Stemsingeraktion wird in Deutschland auch Aktion Dreikönigssingen" genannt und ist weltweit die größte organisierte Hilfsaktion von Kindern für Kinder. 0 Die Stemsinger schreiben an die Haustüren oder die Türbalken mit geweihter Kreide die traditionelle Segensbitte C+M+B mit der jeweiligen Jahreszahl. 0 Die Bedeutung der Buchstaben C, M und B wird spätestens seit den 1950er Jahren offiziell als Abkürzung der lateinischen Worte "Christus Mansionem Benedicat“ ("Christus segne dieses Haus") gedeutet. 0 Mit dem Geld, bundesweit waren es 2008 mehr als 39 Millionen Euro, werden jährlich etwa 3000 Hilfsprojekte für Kinder unterstützt. |
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AZ; Füssener Blatt; Montag, 5. Januar 2009 Text: Felix Frasch Mit königlichem Weihrauch ziehen sie von Tür zu Tür Sternsinger Kaspar, Melchior und Balthasar bringen den Segen - Kinder sammeln heuer Spenden für Kinder in Kriegsregionen. |
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Hat jeder seine
Kreide mit?“ Mesner
Alfred Vogler überprüft ein letztes Mal, ob alle Sternsinger
mit Liedtext, Weihrauch und sonstigen "königlichen"
Utensilien ausgestattet sind. Dann schwärmen die Sternsinger in
alle vier Himmelsrichtungen aus. Mit dem Ziel, Menschen den
Segen zu bringen, für arme Kinder zu sammeln und vielleicht die
eine oder andere Süßigkeit zu ergattern.
"Ich finde es schön, dass man den Menschen den Segen über die Türe schreibt.- Luis, 9 Jahre (Melchior). "Es macht mir einfach Spaß, dass man den Leuten was vorsingen kann und ihnen so eine Freude macht. " Die neunjährige Katrin ist heuer das zweite Mal bei den Sternsingern dabei und stellt ihrem blauen Gewand den Kaspar dar. Bis zum 6. Januar werden sie und ihre kleinen Sternsinger-Kollegen für Kinder unterwegs sein, die auf der Schattenseite des Lebens stehen. Heuer gilt die Hilfe den Kindern, die in Krisenregionen leben, stellvertretend für alle denen in Kolumbien, wo Kriegszustand herrscht. Und das ist für Anica in ihrem roten Balthasar-Kostüm ein guter Grund, selbst mit anzupacken: "Ich finde es schön, dass man Kindern helfen kann, denen es nicht so gut geht", meint die Zehnjährige. (Bild) Die Sternsinger der Pfarrei Zu den Acht Seligkeiten" bringen Füssenen den Segen. Für Ihren Einsatz gibt es oft eine Spende und meist noch eine Kleinigkeit zum Naschen. Von links: Anica (Balthasar), Katrin (Kaspar), Sternträger Max und Luls (Melchlor). Katrin hält in der Hand einen Aufkleber, der an vielen Türen inzwischen die traditionelle Kreide-Schrift C - M - B" ersetzt (Bild) Die siebenjährige Sternträgerin Hannah ist eine der jüngsten Teilnehmerinnen bei den Sternsingern. Fotos: Felix Frasch |
Plötzlich
einsetzender Eisregen lässt die Könige aus dem Morgenland
kalt: "Wenn man eine Jacke drunter hat, ist das gar nicht
so schlimm", findet der neunjährige Sternträger Max. Er
ist heuer das zweite Mal dabei und will—wie die anderen auch,
nächstes Jahr wieder mit von der Partie sein.
"Das ist alles, was ich momentan zu Hause habe", sagt fast entschuldigend eine Frau zu den Kleinen. "Das macht nichts. Wir sind gekommen, um Euch den Segen zu bringen", beruhigt sie Pfarrer Frank Deuring, der die kleinen Hoheiten durch den Füssener Westen begleitet. Diejenigen, die können, geben - manchmal bleibt den Sternsingern aber auch der Zutritt verwehrt: "Wir haben uns um so was noch nie gekümmert und wollen das einfach nicht", heißt es über eine Freisprechanlage, nachdem die Kinder geklingelt hatten. Antonio Di Turi begleitet ehrenamtlich seit sechs Jahren die Sternsinger.- "Es ist auch schon mal vorgekommen, dass den Kindern die Türe vor der Nase zugeschlagen wurde“, berichtet er. Meistens seien die Menschen aber sehr freundlich. Und dies bestätigt sich im Friseursalon bei Vanessa Schmidt: "Mir hat es sehr gut gefallen, auch weil sie so schön bunt angezogen waren. Sie dürfen gerne wieder kommen", sagt die 27-Jährige. Und so sind an diesem späten Nachmittag fast alle freundlich und genießen die Lieder der Sternsinger vor ihren Haustüren. Irgendwann ist dann aber auch für die Kinder Schluss und es geht wieder zurück ins Pfarrheim. "jetzt teilen wir die Süßigkeiten auf, die wir bekommen haben", freut sich Sternträger Max. |