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Hörenswert: Harald Lesch führt durch Raum und Zeit go to
                                                                        Titelseite von "Katholisch in Füssen" 27.01.2012
Liebe Leserin, lieber Leser,

während Sie unsere Februarausgabe „Katholisch in Füssen“ in Händen halten, befinden wir uns in der bunten und vielgeliebten Faschingszeit. Nicht dass ich Ihnen diese Freude verderben oder ins Gewissen reden möchte. Nein, feiern Sie und freuen Sie sich des Lebens! Und dennoch heißt es seinen Blick nach Vorn zu richten, um die bevorstehende Fastenzeit gut zu gestalten. Fasten ist für Viele wieder zum Thema geworden, aber eher unter dem Aspekt von Wellness, Abnehmen oder dem Bekämpfen einer kleinen Sucht und mancher liebgewordenen Gewohnheit.

Fasten ist aber mehr! In der Bergpredigt listet Jesus drei Werke auf, die auf ein anderes Fasten hinweisen (Mt 6,1-18): Almosengeben, Beten und Fasten. Dass Taten der Barmherzigkeit ein gutes Werk sind, versteht sich von selbst. Dass Beten ein gutes Werk ist, erklärt sich, wenn man so betet, wie Jesus zu beten gelehrt hat: im Vaterunser, in der Fürbitte für die Feinde, im Dank für das Leben, das auch andere genießen können. Aber Fasten?
Vielleicht kann der Text aus dem Matthäusevangelium uns bei dieser Frage etwas weiterhelfen: „Wenn ihr fastet, schaut nicht sauer wie die Heiden. Denn sie verunstalten ihr Angesicht, um den Leuten zu zeigen, dass sie fasten. Amen, sage ich euch: Die haben schon ihren Lohn. Wenn du aber fastest, salbe dein Haupt und wasche dein Gesicht, dass du mit deinem Fasten nicht vor den Leuten glänzt, sondern vor deinem Vater im Verborgenen. Und dein Vater, der ins Verborgene sieht, wird dir’s vergelten.“ (Mt 6,16-18)
Für Jesus scheint das Fasten weniger mit der Trauer über die eigene Schuld als mit der Freude über die Vergebung zu tun zu haben. Fasten heißt in seinem Sinne, auch sich selbst etwas Gutes zu tun: Das Gesicht zu waschen, das Haupt zu salben – alles Ausdruck innerer Freude, in der am besten gefastet, gebetet und gespendet wird.
Vor diesem Hintergrund muss uns deutlich werden, dass Fasten kein Selbstzweck ist. Es dient der Konzentration auf das Wesentliche. Das „Nicht vom Brot allein“ – was Menschen in Not und Armut eine Würde verleihen kann. Menschen, die fasten, schärfen ihren Sinn für das, was im Leben zählt. Das ist gut für sie – und für andere. Wer nicht fasten kann, weiß ein Mahl nicht zu genießen. Und wer dankbar ist, kann verzichten. Durch das Fasten werden Leib und Seele frei für das Wesentliche.

Eine gute Fastenzeit wünscht Ihnen
Ihr Pfarrer
Frank Deuring

Schuldbekenntnis und Vergebungsbitte

Gott, ich kenne die Wahrheit
und sage sie nicht.
Ich habe deine Liebe
und tue sie nicht.
Ich glaube an dich
und vertraue dir nicht.
Ich spreche vom Nächsten
und sehe ihn nicht.
Ich höre vom Hunger
und es kümmert mich nicht
Ich nenne mich Christ,
doch ich bin es nicht.
So ist es
Doch so bleiben darf es nicht.
Erbarme dich!
Woche für die Einheit der Christen vom 24. bis 27. Januar
Auch in diesem Jahr begehen unter dem Leitwort „wir werden alle verwandelt durch den Glauben an Jesus Christus“ alle christlichen Kirchen der Stadt Füssen die Gebetswoche für die Einheit der Christen. Gemeinsam treffen wir uns von Dienstag bis Freitag jeweils um 19.00 Uhr zum Gebet in den unterschiedlichen Kirchen, um gemeinsam für die Einheit zu beten, sich kennen zu lernen und Gemeinschaft zu erleben. (Die genauen Ortsangaben entnehmen Sie bitte dem Kalenderteil dieser Ausgabe.) Die Gebetseinheiten sollen nicht länger als 30 Minuten dauern. Den Abschluss bildet der Ökumenische Jahresempfang am Freitag den 27. Januar um 19.00 Uhr in der Christuskirche, zu dem auch alle politischen Vertreter und Vereine unserer Stadt eingeladen sind
      oekumene 
Krippendarstellung in der Stadtpfarrkirche ZdAS

Die Flucht nach Ägypten

 
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