(Teil 3)

Pontifikalamt "Zu den Acht Seligkeiten"

Teil 1: Pontifikalamt in St. Mang

Teil 2: Empfang im Fürstensaal

Teil 4: Messfeier und Auszug

Teil 5: Der alte Zopf

Teil 6: Begegnung mit dem Bischof auf dem Kirchplatz und gemeinsames Mittagsmahl

 Mesner freut sich auf Bischof

Text Georg Rehm; AZ; Füssener Blatt; 27. März 2006

Klare Worte und große Festgemeinde
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beim Jubiläumsgottesdienst im Füssener Westen

Füssen (reh). Eine festlich geschmückte Kirche voll mit Menschen erwartete Bischof Dr. Walter Mixa, als er mit acht Priestern und zwei Diakonen und vielen Ministranten gestern zum Festgottesdienst der Pfarrei Zu den Acht Seligkeiten einzog. In seinem Gruß an den Bischof erinnerte Monsignore Karlheinz Knebel an die Grundidee für den Bau der Kirche von Stadtpfarrer Christoph Kaiser, der den sieben Barockkirchen in Füssen eine Erlöserkirche im neu entstandenen Stadtteil hinzufügen wollte. Auf den Tag genau vor 40 Jahren war dann der Bau so weit, dass Bischof Dr. Josef Stimpfle die Kirche an einem verschneiten Frühlingstag einweihen konnte.

In seiner Ansprache griff der Bischof eine Begebenheit heraus, die er bei einem Standortbesuch erlebt hatte. „Die Militärseelsorge ist absolut notwendig, aber Gott brauchen wir nicht." Ausgehend von diesem Gedanken legte er ein eindrückliches Zeugnis ab, dass die Schwierigkeiten und Nöte des menschlichen Lebens letztlich nur mit Gott überwunden werden können. Er verwies auf das kunstvolle Bronzekreuz in der Kirche und ging auf manche Nöte und Ängste unserer Zeit ein. Er ermunterte vor allem die anwesenden Eltern ihre Aufgabe als erster Glaubensbote, als „Priester am Kinderbett", ernst zu nehmen. Dabei sei es heute wieder möglich, auch in der Öffentlichkeit ohne „rote Bäckchen" über Religion zu reden.

Weiter stellte der Bischof den Sonntag als den großen „Beziehungstag" in die Mitte seiner weiteren Predigt. Die Beziehung der Familienmitglieder untereinander, aber auch die Beziehung zu Gott wird am Sonntag sowohl in Frühstück als auch im eucharistischen Mahl gefeiert. Der Gottesdienst wurde musikalisch umrahmt vom Kirchenchor mit Orchester, der Orgel, der Pfarreiband und Bläsern. Den Dank am Ende des Gottesdienstes brachten die Kindergartenkinder mit einem Geburtstagslied zum Ausdruck.

Viele Sympathien gewonnen

Die anschließende Begegnung mit dem Bischof auf dem Kirchplatz bei Sekt und Fastenbrezen nutzten viele Gläubige zu einem kurzen Gespräch mit dem Augsburger Oberhirten. Dabei waren die Menschen vor allem von seiner offenen und herzlichen Art begeistert, mit der er die Sympathien gewann und viele persönlich ansprach.

Der Besuch des Bischofs endete mit dem Mittagessen im Pfarrheim für geladene Gäste. Dabei bedankte er sich für die herzliche Aufnahme und für die vielen fleißigen Hände, die zum Gelingen eines Festes und eines lebendigen Pfarrlebens notwendig sind. Er erwähnte auch nochmals den herzlichen Empfang bei der Stadt Füssen durch Bürgermeister Christian Gangl. Dieser war vor allem von der humorvollen und menschlichen Ausstrahlung des Bischofs beeindruckt.