Ankündigung Dankgottesdienst 40 Jahre Stadtpfarrkirche
Teil 2: Empfang im Fürstensaal
Teil 3: Pontifikalamt in der Stadtpfarrkirche "Zu den Acht Seligkeiten
Teil 4: Messfeier und Auszug
Teil 5: Der alte Zopf
Teil 6: Begegnung mit dem Bischof auf dem Kirchplatz und gemeinsames Mittagsmahl
Text und Bild: Werner Hacker; AZ; Füssener Blatt; 24. März 2006
Mesner Alfred Vogler
freut sich auf den BischofHoher Besuch in Acht Seligkeiten - Gotteshaus wird 40
Von unserem Mitarbeiter Werner Hacker
Füssen / Der Bischof kommt nach Füssen? Am Samstag hält er um 18 Uhr in St. Mang Gottesdienst, am Sonntag feiert er in Füssen-West mit den Gläubigen 40 Jahre Stadtpfarrkirche Zu den Acht Seligkeiten. Hat Alfred Vogler, der Mesner von Acht Seligkeiten, noch einen ruhigen Schlaf, bevor er Bischof Walter Mixa in der Sakristei begegnet?
„1990 durfte ich den damaligen Bischof Stimpfle bei der Synode in Augsburg kennen lernen", erinnert sich Vogler im Gespräch mit unserer Zeitung. „Bischof Dr. Mixa werde ich jetzt zum ersten Mal persönlich sehen. Deshalb bin ich schon sehr gespannt auf das Treffen am Sonntag." Es sei bestimmt interessant, wie der Bischof wirke. „Wir freuen uns natürlich ganz besonders, dass der Bischof im Anschluss an den Pontifikalgottesdienst den direkten Kontakt zu den Gläubigen auf dem Kirchplatz sucht."
Im Vorfeld des hohen Besuchs klingelt das Telefon in der Sakristei von Zu den Acht Seligkeiten noch häufiger als sonst: Mesner Alfred Vogler ist in den Tagen vor dem Bischofs-Besuch gefordert.
Foto: Werner HackerDer Mesner wird - wie er betont - seine Aufgaben wie immer erfüllen. „Weil Fastenzeit ist, schmücken wir die Kirche nicht so üppig mit Blumen, wie wir es zu einem anderen Zeitpunkt wegen des hohen Besuchs gemacht hätten", erklärt er. „Mit wenigen Ausnahmen wird alles so sein, wie vor jedem Gottesdienst. Allerdings müssen mehrere Pfarrer eingekleidet werden. Doch ich erhalte Unterstützung durch Bruno Ehrentreich, den Mesner von St. Mang. Auch Christine Wöllert, meine frühere Kollegin, wird mir in der Sakristei helfen." Seine Frau Monika, mit der er drei Kinder hat, könnte ihm zudem unter die Arme greifen. Sie war früher ehrenamtliche Mesnerin.
Vogler hatte vor seinem Dienst in der Kirche nicht nur im technischen Bereich bei verschiedenen Firmen gearbeitet. Er war auch bei der Marine als Berufssoldat. Vor fast 25
Jahren stieg er aus seinem Beruf Werkzeugmacher aus. „Ich bin 1952 in Kempten geboren, aber in Oberstdorf aufgewachsen und war schon als Ministrant meiner Kirche verbunden", erzählt er. „Eigentlich war ich mir sicher, dass mir die freie hauptamtliche Mesnerstelle in der Stadtpfarrkirche Zu den Acht Seligkeiten zugesprochen würde." Erst später erfuhr er, dass es ein Kopf-an-Kopf-Rennen unter zehn Bewerbern gab.
Ich bin nicht der Pfarrer ...
Die Rolle des Mesners sei ihm auf den Leib geschrieben, betont er. Voglers Reich sind aber nicht allein das in diesem Jahr 40 Jahre alte Gotteshaus und der Kirchplatz. Regelmäßig und gerne besucht er Seniorenheime, um die Betstunden anzuleiten. „Den Heimbewohnern richte ich immer einen schönen Gruß vom Herrn Pfarrer aus. Doch es kommt vor, dass ich von älteren Leuten mit Hochwürden angesprochen werde. Ich stelle natürlich sofort klar, dass ich kein geweihter Priester bin."
Mit seiner hoch gewachsenen Statur und seinem weißen Vollbart strahlt Mesner Vogler Würde aus. Seine Augen leuchten, wenn er erzählt, dass er irn Gottesdienst oft Psalmen vorsingt. Was in und um Zu den Acht Seligkeiten herum passiert, präsentiert Vogler auf einer selbst gestalteten Homepage im Internet. „Das ist ein ganz großes Hobby von mir."
Am Sonntag wird der Mesner etwas früher als sonst in der Sakristei sein und seine Arbeit mit ruhiger Hand machen. „Den Bischofsstab und die Mitra bringt uns der Sekretär des Bischofs. Die Priestertragen lila. Wichtige Arbeiten rund um den Bischofsbesuch übernehmen auch die Mitglieder des Pfarrgemeinderats." Vogler bleibt gelassen: „Am Wochenende geht alles gut. Wir sind ein gutes Team."
Gottesdienste mit Dr. Walter Mixa
Füssen (ha). Die Gottesdienstordnung am Wochenende, 25. und 26. März, wurde wegen des Bischofbesuchs geändert. Es gibt jeweils nur einen gemeinsamen Gottesdienst in St. Mang und Zu den Acht Seligkeiten. Das offizielle Programm beginnt am Samstag, 25. März, um 18 Uhr mit dem Pontifikalgottesdienst in St. Mang. Anschließend findet ein
Empfang durch die Stadt Füssen statt. Im Fürstensaal des ehemaligen Klosters St. Mang wird sich Diözesanbischof Dr. Walter Mixa in das Golden Buch der Stadt Füssen eintragen. Der Sonntag, 25. März, steht unter dem Leitspruch „Laetare - Freuet euch". Beginn des Pontifikalgottesdienstes ist um 9.30 Uhr. Er findet anlässlich des 40. Jahrestages ihrer Weihe in der Stadtpfarrkirche Zu den Acht Seligkeiten statt. Anschließend besteht Gelegenheit zur Begegnung mit dem Bischof auf dem Kirchplatz Zu den Acht Seligkeiten (bei schlechtem Wetter im Pfarrheim St. Gabriel).