Artikel aus der AZ von Manfred Sailer, Füssener Blatt vom 15. Juni 2005

Große Party vor dem Weltjugendtag

Etwa 400 Gäste aus aller Welt werden in Füssen bewirtet.
Füssen (ms).

Um den Stand der Vorbereitungen zum Weltjugendtag drehte sich die Sitzung des Dekanatsrates Füssen. Vom 11. bis 15. August werden Jugendliche aus aller Welt in den Pfarreien zu Gast sein, ehe sie nach Köln zum Weltjugendtag weiterreisen. Am 13. August steigt in Füssen ein großes Fest: In der inneren Kemptener Straße werden die etwa 400 internationalen Gäste unter freiem Himmel an einer langen Tafel verköstigt. Im Anschluss daran werden ein mehrsprachiger Gottesdienst und ein Open Air-Konzert gefeiert.

Zu Beginn der Sitzung betonte Dekan Karlheinz Knebel, dass das Dekanat diesen Abend braucht zur Koordination aller Aufgaben innerhalb der einzelnen Pfarreien. Unter dem Motto „Gäste sind ein Segen" biete sich allen Beteiligten die Chance, Erfahrungen von Kirche zu machen, die nicht alltäglich sind. Papst Benedikt XVI. werde beim Weltjugendtag in Köln wohl stark präsent sein, um in seinem Heimatland pastorale Akzente setzen zu können. Knebels besonderer Dank galt Dekanatsjugendseelsorger Christian Schulte. Er ist der Wegbegleiter der Jugend in der schon mehr als ein halbes Jahr dauernden Vorbereitung.

Schulte erläuterte Einzelheiten zum Ablauf der Tage vom 11. bis 15. August, in der Jugendliche aus aller Weit im Dekanat zu Gast sein werden, ehe sie nach einem gemeinsamen Frühgottesdienst zum, Jugendtreffen nach Köln weiterreisen werden. Der 11. August ist Anreisetag der Gäste. Am12. August steht der Tag des sozialen Engagements auf dem Programm. Zusammen mit dem Gymnasium Füssen wird ein Schwitztag durchgeführt: Jugendliche können an diesem Tag für „allerlei Arbeiten" - maximal für drei bis fünf Stunden - gegen eine Spende gebucht werden. Diese Spenden kommen der Partnerschule des Gymnasiums in Bangladesh, zu Gute. Der Tag endet, mit einem gemeinsamen Abendessen der Gäste im Gymnasium. Aufgabe der Pfarreien ist es nun, ab sofort geeignete Arbeitsplätze in Erfahrung zu bringen.

Das Hauptereignis, Schulte nannte es „Dekanatspfarrfest", wird am 13. August steigen. Alle 17 Pfarreien des Dekanates verköstigen von 12 bis 16 Uhr die etwa 400 internationalen Gäste an einer langen Tafel auf der inneren Kemptener Straße zwischen Morisse und Ritterstraße, die für diesen Anlass gesperrt wird. Später findet ein mehrsprachiger Gottesdienst mit der Weltjugendtagsband in der Pfarrkirche St. Mang statt, danach geht's zum Open Air mit verschiedenen Musikgruppen auf dem Gelände neben der Sparkasse, das bis gegen Mitternacht dauern wird. Im Anschluss daran führt ein Korso zur Kirche „Zu den Acht Seligkeiten“, mit nächtlicher Lobpreisstunde sowie offener Kirche und offenem Pfarrheim. Am 14. August werden die Besucher in den einzelnen Pfarreien betreut.

Die Stadt gibt alles - nur kein Geld. Die Finanzierung erfolgt unter anderem durch Lose der Weltjugendtagslotterie. Sollte ein Defizit entstehen, was wohl zu erwarten sei, wird es gleichmäßig von allen Pfarreien des Dekanates getragen. Für Schulte lohnt sich aber jeder Cent, der in die Jugendarbeit investiert wird. Besonders dankte Schulte der Stadt Füssen, „von der wir alles kriegen, nur kein Geld": Dafür aber die Unterstützung in vielen Bereichen wie Aufbau der Stände oder für die Straßensperrung. Dies helfe sehr, um das große Fest reibungslos durchführen zu können. Ebenso bat er alle Pfarreien um tatkräftige Mithilfe, es werden etwa 140 Helfer benötigt: Wenn jede Pfarrei nur zehn Personen auf die Beine bringe, könne man das Fest gemeinsam sicherlich stemmen.

Artikel aus der AZ von Georg Rehm, Füssener Blatt vom 18. April 2005

Jugendliche schauen gespannt nach Rom

Wer wird neuer Papst? - Weltjugendtags-Team des Dekanats Füssen geht in den Endspurt

Füssen/Lengenwang (reh). 50 Jugendliche und junge Erwachsene waren im Pfarrheim in Lengenwang zusammengekommen, um gemeinsam Erlebtes zu erzählen. Seit mehr als einem halben Jahr sind sie unterwegs durch die Pfarreien des Dekanats Füssen und gestalten als Weltjugendtags-Chor Pfarrgottesdienste, werben mit einem überdimensionierten Bett für die Aufnahme von Gästen aus aller Welt und planen die Tage der Begegnung in den Pfarreien.

Vom 11. bis 15. August kommen einige hundert Jugendliche nach Füssen und Umgebung und reisen dann weiter nach Köln zum 20. Weltjugendtag. Nach Paris, Rom und Toronto wollte der verstorbene Papst Johannes Paul II. sich mit den jugendlichen in der Bischofsstadt am Rhein treffen. jetzt blicken die jugendlichen gespannt nach Rom. Wenn heute das Konklave in der Sixtinischen Kapelle beginnt, haben sie bestimmte Vorstellungen und auch konkrete Erwartungen an den neuen Papst.

Insgesamt zehn Jugendliche aus Lengenwang, Seeg, Eisenberg und Füssen hatten sich spontan auf den Weg gemacht, um sich von Johannes Paul Il. zu verabschieden. Mit den kurzfristig organisierten Bussen der Jugend 2000 und mit einem Privatauto waren sie nach Rom gekommen. Die Gelegenheit, sich nach mehrstündiger Wartezeit persönlich vom verstorbenen Papst zu verabschieden, ließen sie sich natürlich nicht entgehen. Fast alle hatten mehrfach die Möglichkeit gehabt, ihm persönlich oder sogar mit Handschlag zu begegnen. So hatten sie alle Hebel in Bewegung gesetzt, sich von ihrem Idol zu verabschieden. "Ohne Papst gäbe es keinen Weltjugendtag und wären wir hier jetzt nicht so beisammen" sagt Florian Rietzler aus Seeg, der ohne Probleme einige Tage Urlaub für die Fahrt zu den Trauerfeierlichkeiten bekommen hat.

Natürlich haben sie alle konkrete Vorstellungen an den neuen Papst. Einen Teil dessen, wofür Papst Johannes Paul II. stand, sollte auch der Nachfolger wieder darstellen. "Er soll kein Fähnchen im Wind sein, denn eine Lockerung nimmt der Kirche den Wert in der Gesellschaft. Er soll wieder ein Vorbild mit Tiefgang sein." So formulierten es mehrere der Jugendlichen.

Für den Weltjugendtag sehen sie keine Probleme durch den Tod des Papstes. Die Weiterführung der Weltjugendtage sehen sie vielmehr als sein Vermächtnis an und spüren seinen Auftrag, dieses Ereignis für die Jugend der Welt weiter zu erhalten. Sie wünschen sich allerdings auch, dass vielleicht in Köln die Möglichkeit besteht, den neuen Papst kennen zu lernen. Auf alle Fälle wissen sie sich beim Weltjugendtag mit Papst Johannes Paul II sehr verbunden.

"Er wird ganz nah bei uns sein" und "der Heilige Geist wird mitwirken, dass wir wieder einen guten Papst bekommen" 

sind die Jugendlichen überzeugt.

Artikel von Frau Alexandra Decker Allgäuer Zeitung / Füssener Blatt
Dienstag, den 30. November 2004

Das Kreuz 
schafft Kontakte 
zu anderen Jugendlichen

Uraufführung des Weltjugendtag-Liedes im Essener Dom

Füssen/Essen (dec). Die letzte Station des Weltjugendtagskreuzes in der Diözese Augsburg war Füssen. Hier trugen es Jugendliche vergangene Woche auf den Kalvarienberg (wir berichteten). Dann reiste das Kreuz, begleitet von einem Teil des Weltjugendtagsteams des Dekanates Füssen und der Diözese Augsburg, weiter ins Bistum Essen. 

Empfangen wurde es dort von Bischof Dr. Felix Genn.

Wir waren knapp acht Stunden unterwegs. "Zum Glück ohne Stau", berichtete Thomas Fichtl. Der Rückholzer durfte, als einer von elf, das Kreuz nach Essen begleiten. 

  

  

Die Übergabe erfolgte während eines Gottesdienstes in der St.-Alfried-Kirche am Stadtrand.

An dieser Messe beteiligten sich verschiedene Essener Jugendverbände, Bischof Dr. Felix Genn und der Augsburger Jugendseelsorger Christian Liebenstein. Das Weltjugendtagsteam überreichte am Ende kleine Gastgeschenke. "Wir hatten Milch und Käse als Symbole für das Allgäu dabei", erklärte Thomas Fichtl, Positiv in Erinnerung blieben dem 21Jährigen die Gespräche nach dem Festakt. Dabei habe er Bischof Genn als fröhlichen, aufgeschlossenen Menschen kennen gelernt, berichtete er.

Die Nacht verbrachten die Elf in einer Jugendherberge. Am nächsten Tag marschierte ein Teil von ihnen mit dem Kreuz zum Essener Dom. Der 18 Kilometer lange Weg gliederte sich in mehrere Stationen. jede von ihnen regte mit Schildern zum Nachdenken an. Nach einer kurzen Runde über den Weihnachtsmarkt in der Innenstadt erreichten die Kreuzträger den Dom. Dort fanden ein Wortgottesdienst und im Anschluss daran eine liturgische Nacht statt. Die Gestaltung für letztere hatten Essener Jugendverbände übernommen. "Man konnte Kerzen für seine Anliegen anzünden, beichten oder Gedanken austauschen", erzählte Thomas Fichtl.

 

Wir sind gekommen ...  Am beeindruckendsten war für ihn die Uraufführung des Weltjugendtag-Liedes am folgenden Morgen. Gregor Linßen hatte das Stück "Venimus adorare deum" - zu deutsch: wir sind gekommen um ihn anzubeten - komponiert. "Wir wussten zwar" dass das Lied rauskommt. Haben aber nicht geahnt, dass wir dabei sein dürfen", meinte Fichtl.

  

Bewegt hat in aber auch die Tatsache, das Kreuz überbringen zu dürfen. "Es ist schön dadurch am Kontakt zwischen den Diözesen mit zu wirken", erklärte er. Ohne das Kreuz würde es den Weltjugendtag gar nicht geben und damit auch nicht den Kontakt zu so vielen jungen Leuten, so der gelernte Schreiner weiter.

  

Alle Bilder zu diesem Artikel von Thomas Fichtel

Bilder von der WJT Bettensuche

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Text: Manfred Sailer
Allgäuer Zeitung / Füssener Blatt 8. Okt. 2004

Jugendliche sind " Kreuzbewegt"
Im November kommt das Weltjugendtagskreuz auf den Füssener Kalvarienberg

Füssen (ms). Unter der Überschrift "Kreuzbewegt"' fiel der Startschuss für die erste Aktion in der Pfarreiengemeinschaft Füssen zum Weltjugendtag. Vom 25. auf den 26. November kommt das Weltjugendtagskreuz auf seiner inzwischen schon 20 Jahre dauernden Reise durch die Erdteile anlässlich des im August 2005 in Köln stattfindenden internationalen Weltjugendtages nach Füssen.

In der Frau am Berg-Kirche feierten mehr als 100 jugendliche aus dem Dekanat mit Monsignore Dekan Karlheinz Knebel und Jugendseelsorger Pfarrer Richard Dick den Sendungsgottesdienst zum Empfang des Weltjugendtagskreuzes, das von Papst Johannes Paul II. im Jahre 1984 der Jugend der Welt übergeben worden war. Ganz bewusst wurde die Eucharistiefeier, die ganz im Zeichen des Kreuzes stand, in die kleine Kirche am Fuß des Kalvarienberges verlegt.

In seiner Predigt bezeichnete Dekan Knebel das Kreuz als die Mitte der Welt. Er bezog die heilige Therese von Lisieux und den seligen Franz-Xaver Seelos mit ein, die sich beide in ihrem Leben ganz Gott hingegeben haben und in deren Leben das Kreuz immer und in vielfältiger Weise gegenwärtig war. Dekan Knebel wünscht sich, dass das Tragen des Kreuzes unter dem Motto des Weltjugendtages: "Wir sind gekommen, IHN anzubeten" auf den Kalvarienberg allen Teilnehmern die tiefe Begegnung mit Christus offenbart. Die musikalische Gestaltung dieses Gottesdienstes hatten Band und Chor des Dekanatsjugendteams übernommen: Beide Gruppen haben sich vor drei Wochen spontan gebildet, und feierten mit rhythmischen Liedern eine gelungene Premiere bei ihrem ersten Auftritt.

Das 3,80 Meter hohe Weltjugendtagskreuz wird am 25. November ab 18 Uhr an der Frau am Berg-Kirche empfangen und anschließend gemeinsam in Gruppen auf den Kalvarienberg getragen. Gegen 22 Uhr wird es in die Krippkirche überführt, wo es die Nacht über bleiben wird. Am nächsten Morgen wird es nach einem Jugendgottesdienst zur Weiterreise durch Deutschland überführt in die Diözese Essen.

Teilnehmer des Weltjugendlages2002 in Toronto zeigten in der Frau am Berg-Kirche einige beeindruckende Fotos. Links Dekan Karlheinz Knebel, auf der Leinwand ein Schnappschuss von Papst Johannes Paul 11. während der Fahrt durch die Menschenmenge mit Hunderttausenden von Teilnehmern. Foto: Manfred Sailer

Artikel von Arno Späth   Allgäuer Zeitung; Füssner Blatt; 29. Sept. 2004
Bild:  selg. Franz Xaver Seelos erfolgreich von der Füssner Jugend ins rechte Licht gerückt.

Bilder von der Welt-Jugendtag-Kreuz Nacht

Jugendliche tragen das Kreuz
auf den Kalvarienberg
Weltjugendtag 2005 schon spürbar
Gottesdienst am 1. Oktober

Füssen (asp). Auf dem Weg zum Weltjugendtag im August 2005 in Köln kommt das "Weltjugendtagskreuz" in acht Wochen nach Füssen. Wer es am 25. November auf den Kalvarienberg und dann in die Krippkirche tragen darf, wird am kommenden Freitag, 1. Oktober, um 19 Uhr beim Jugendgottesdienst in Füssen in der Frau-am-Berg-Kirche ausgelost.

Die Vorbereitungen für das "Treffen der Jugend der Weit" laufen im Bereich des Dekanates Füssen schon lange auf Hochtouren. Der Füssener Pastoral-Referent Christian Schulte scharte mit jugendlichen aus den verschiedenen Pfarreien ein "Weltjugendtagsteam" um sich. Gemeinsam bewältigen sie die Organisation für das große Ereignis.

Köln ist zwar über 500 Kilometer weit weg, der Weltjugendtag strahlt aber auf das ganze Land aus. Dafür sorgte bereits vor 20 Jahren Papst Johannes Paul II: Er vertraute damals der Jugend der Welt das "Weltjugendtagskreuz" an. Seither befindet es sich auf dem Weg durch die Länder der Erde. "Unzählige Menschen aller Kulturen sind ihm begegnet, und diese Begegnung hat ihre Herzen berührt", heißt es auf einem Faltblatt des Weltjugendtagteams.

Und jetzt bewegt dieses Kreuz das Dekanat Füssen: Mit einem überdimensionalen Bett wird in den einzelnen Pfarreien und Kommunen für das kommende Jahr um Quartiere für die Gäste des Weltjugendtages geworben (unsere Zeitung berichtete). Das Bett wird am 9. und 10. Oktober auf dem Kirchplatz in Füssen-West und von Füssen St. Mang zu sehen sein und dann durchs Dekanat weiter gereicht: Am 23. Oktober kommt es nach Lechbruck, tags darauf nach Roßhaupten, am 20. November nach Lengenwang und am 21. nach Seeg. Die Termine für 2005 stehen noch nicht fest.

Gleichzeitig auch Seelos-Fest

Am kommenden Freitag beginnt um 19 Uhr in der Frau-am-Berg-Kirche in Füssen der so genannte Dekanats-Sendungsgottesdienst. Er ist gleichzeitig der Jugendgottesdienst zum Seelosfest. Eingeladen dazu sind vor allem diejenigen ab 15 Jahren, die das Weltjugendtagskreuz tragen oder mittragen wollen. Während des Gottesdienstes am 1. Oktober wird ausgelost, wer am 25. November ab 18 Uhr das Kreuz auf den Kalvarienberg tragen darf. Nach diesem Gottesdienst findet im Seelos Haus in der Füssener Altstadt für die Jugend das Seelos-Fest statt.

Das Kreuz ist seit Palmsonntag in Deutschland "auf dem Weg der Versöhnung". Es wurde auf seinem Weg nach Köln bereits durch fast alle deutschen Bistümer getragen. Die Diözese Augsburg ist nach Freising die nächste Region: Am 14. November kommt das Kreuz an. Stationen sind unter anderem Augsburg, Landsberg und Kempten, ehe es im Ostallgäu eintrifft. Am 20. November ist in Pfronten im Haus St. Hildegard von 20 bis 6.30 Uhr eine "Jugend-Kreuz-Nacht". Dann "wandert" das Kreuz weiter über Donauwörth, Dillingen und Bobingen nach Füssen. Hier wird es um 18 Uhr an der Frau-am-Berg-Kirche in Empfang genommen, dann auf den Kalvarienberg getragen und gegen 22 Uhr in der Krippkirche an der Reichenstraße aufgestellt. Ab diesem Zeitpunkt halten jugendliche am Kreuz Nachtwache bis zur Frühmesse in der Krippkirche. Nach diesem Gottesdienst wird das Weltjugendtagskreuz weiter nach Essen transportiert.

Bilder von der WJT Bettensuche

WJT-Team des Dekanat Füssen

Weitere Informationen zum WJT-Kreuz in Bistum-Augsburg.de

 

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