In den Fastenzeiten, besonders vor Ostern ruft die Kirche zur Umkehr und Buße auf wie hier im Gottesdienst. "Entfache das Feuer der Gottesfurcht wieder neu durch die Glut, die in Dir steckt," so rufen uns die glühenden Kohlen zu: "und lass dein Gebet wie den Weihrauch vor Gott tragen." Dazu notwendig ist, die Sünde zu erkennen und zu bekennen, dass da etwas verkehrt war. Sich vor Gott stellen und seine Sünden zu bereuen wird greifbar im Sakrament der Beichte.

Verzeih, bitte verzeih!
Von Reinhard Mey stammt folgendes Lied:
Ich habe meinen Weg verlor'n, ich habe mich verirrt,
vor lauter Lichtern nicht gesehn, dass es dunkel um mich wird.
Ich hab' mich verstrickt, ich hab' mich verfangen, allein komm' ich nicht mehr frei.
Hilf mir wieder zu dir zu gelangen: Verzeih, bitte verzeih!
Ich habe dir Unrecht getan. ich habe dich verletzt,
Ich habe soviel falsch gemacht, es tut mir so leid und jetzt,
jetzt steh ich vor dir und suche und ringe Erklärungen herbei.
Doch alles, was ich ‘rausbringe ist: Verzeih, bitte verzeih!
Verzeih das Unverzeihliche, auch wenn nicht ein guter Grund für mich spricht.
Vergib das Unentschuldbare. Bitte, verlass mich nicht.
Ich habe nichts, ich kann nichts mehr, bin gar nichts ohne dich.
Ich bin ganz unten, bin ganz wehrlos, ganz am Boden bin ich.
Ich hab' nichts, um das Blatt zu werden, keinen Trick, keine Schönfärberei,
Ich bitte dich mit leeren Händen: Verzeih, bitte verzeih!
Titel: Verzeih, von Reinhard Mey / Flaschenpost

Die 3. hl. Messfeier zur Vorbereitung auf das Osterfest war besonders liebevoll musikalisch umrahmt. Das Meditationsbild, der die Heimkehr des verlorenen Sohn, umriß die Thematik, dass der Mensch sich immer wieder an Gott wenden darf in der Hoffnung auf Barmherzigkeit.


