Jahresabschlussfeier: Advent 2003
Singkreis hat bereits das neue Jahresprogramm im Visier
Bei der Jahresversammlung des Singkreises „Zu den Acht Seligkeiten“ wurden bereits die Weichen für das kommende Jahr gestellt. Drei neue Messen sollen erarbeitet und in das Repertoire des Programms für 2004 mit aufgenommen werden. Daneben erklingen wiederum natürlich auch viele der im abgelaufenen Jahr erfolgreich aufgeführten Werke.
Die gern gehörte Deutsche Bauernmesse von Anette Thoma wird am 1. Weihnachtsfeiertag mit 3-stimmigen Chor , volkstümlichen Instrumenten und Streichern aufgeführt. Zum Jahresschlussgottesdienst singt der Chor festliche Motetten. Am Dreikönigstag schließlich erklingt die stimmungsvolle „Missa pastorella“ von Aegidius Schenk, einem Minoriten Pater, der von 1719 bis 1780 lebte und an der Grazer Mariahilfer-Kirche wirkte. Von diesem Komponisten, dessen Kirchenmusik sich großer Beliebtheit erfreute, wird die „Missa in A“ neu einstudiert. Auf dem neuen Proben- und Aufführungsplan ist die „Missa a 3 Voci“ von Ernest Frauenberger aufgenommen, die dieser als 22-jähriger Theologiestudent im Ton der Wiener Klassik im Sterbejahr Mozarts verfasst hat. Im Reigen der im nächsten Jahr neu zu hörenden Werke steht auch die „Zweite Caecilienmesse“ von Joseph Gruber. Sie trägt den schwindenden Möglichkeiten vieler kleiner werdenden Chöre Rechnung.
Der Chorleiter Klaus Bielenberg äußerte in diesem Zusammenhang seine Sorge, dass die Mitgliederzahl schmelze, weil kaum neue Sänger zum Singkreis stoßen und zugleich die Altersstruktur sich immer weiter nach oben verschiebe. Auf der anderen Seite betonte er, dass das Singen Herz und Seele aufrichten kann und die Pflege wertvoller geistlicher Musik eine vornehme Aufgabe darstellt, bei der das Gemüt eine besondere Förderung erfährt. Gerade jetzt – vor Beginn der Probenarbeit für das neue Programm - wäre ein Einstieg in den Chor besonders günstig und wenn man auch zunächst nur einmal zum Schnuppern vorbeischaue.
Bielenberg zeigte sich darüber erfreut, dass die Atmosphäre und das Zusammengehörigkeitsgefühl im Singkreis äußerst gut sind. Somit ist auch neben den 42 Proben und 16 Aufführungen die Geselligkeit nicht zu kurz gekommen. Im vergangenen Jahr traf man sich zu besonderen Clubabenden. Der Jahresausflug führte nach Ravensburg und an den Bodensee. Bei der Jahresversammlung stand traditionell der Nikolausbesuch wieder im Mittelpunkt.

Bild: Bielenberg
Für das 10-jährige aktive treue Mitwirken im Singkreis und Kirchenchor „Zu den Acht Seligkeiten“ wurde Gunter Trauner von Kirchenchorleiter Klaus Bielenberg eine Ehrenurkunde und ein kleines Geschenk überreicht.

Der Singkreis dankte seinem St. Nikolaus und bereitete seinen Gästen viel Freude mit fröhlichen Gesangseinlagen.

Jahresrückblick;
Ehrungen und Nikolausfeier Anno 2002
Ein Fest für die Chöre des Dekanats
Kapiteljahrtag 2002: Erhebende Stimmung in St. Mang
Füssen. 18 Priester und 250 Sänger von zehn Kirchenchören des Dekanats Füssen konnte Dekan Knebel anlässlich des Kapiteljahrtages und des Dekanatskirchenmusiktages in St. Mang begrüßen. In einem festlichen Gottesdienst mit dem Augsburger Domkapitular Prälat Dr. Bertram Meier, wurde der verstorbenen Priester, die auch namentlich verlesen wurden, gedacht.
Die Liturgie wurde bei derartiger Voraussetzung von einer wahrhaft lebendig, zuweilen mehrstimmig singenden Gemeinde geprägt. War es auch gewagt, das bekannte "Locus iste" von Anton Bruckner ohne besondere Aufstellung zu singen, so bewirkte gerade dieser Eingangsgesang eine wundervolle, erhebende Stimmung. Als eine Homage an den allzu früh verstorbenen früheren Dekanatskantor Hans Gurski konnte die Darbietung des von ihm komponierten vierstimmigen Satzes "O Geist vom Vater ausgesandt" verstanden werden. Auch hier fand der "Massenchor" unter der Leitung des Dekanatskantors Albert Frey zu einer erstaunlichen Geschlossenheit.
Die Kantorengesänge wurden von Michael Plitzner angestimmt, die Orgel spielte Heinz-Josef Fröschen aus Pfronten, die Kirchenchöre von St. Mang, Trauchgau, Nesselwang, Seeg und Pfronten brachten eigene Beiträge, wobei das breite Repertoire kirchenmusikalischer Arbeit sichtbar wurde, das von Gumpeltzhaimers "Lob Gott getrost mit Singen" (16. jh.), dargeboten vom Kirchenchor Nesselwang, bis zum Spiritual "Precious Lord" (Kirchenchor Seeg) reichte. Einen besonders tiefen Eindruck hinterließ der achtstimmige Gesang, "Denn er hat seine Engel" von Felix Mendelssohn Bartholdy, wunderschön vorgetragen vom Kirchenchor Pfronten.
In seiner Predigt vertiefte Dr. Bertram Meier die Begriffe Melodie, Harmonie und Takt. Er forderte dazu auf Gottes Melodie zu entdecken, aufzunehmen und weiterzuspinnen. Die Kirche in ihrer Gesamtheit soll bei aller Vielfalt einstimmen in einen harmonischen Zusammenklang zur Ehre Gottes. Beim Chor schlägt der Dirigent den Takt, so braucht auch, die Gemeinde jemand, der die Stelle Jesu Christi einnimmt, den Dienst an der Gemeinde verrichtet und sie zur Einheit führt.
Albert Frey ging in einem Kurzrefarat auf die pastoralen, künstlerischen und liturgischen Forderungen ein; die heute am die Kirchenmusik gestellt werden. Er betonte, dass diese Bereiche eng miteinander verzahnt sind und sich nicht auseinander dividieren lassen. Dabei beleuchtete er auch, dass die pastorale Komponente, in der der innerkirchliche Nachwuchs einbezogen sei, ein Problem darstelle.
Arbeit mit "Semiprofis"
Es werde immer schwieriger von dem kleinen Kreis geeigneter jugendlicher Mitglieder für Kirchenchöre zu gewinnen. Daraus ergeben sich chorstrukturelle Probleme. Heute zeige sich schon, dass ein Teil der Chöre nicht mehr als Kirchenchöre auftreten, sondern als Singkreise oder Kammerchöre. Dies bedeutet, dass solche Chöre nur einen Teil ihrer Aufgabe im Liturgiedienst sehen, zum anderen aber auch weltliches Chorgut pflegen. Frey betonte, dass die künstlerische Qualität den pastoralen Ansprüchen entsprechen müsse. Die Arbeit mit "Semiprofis", die bezahlbar sind, aber dennoch auf Grund ihrer Ausbildung hervorragende Leistungen aufweisen, ist nach den Worten von Albert Frey geboten.
Der Motettenchor, der mit seinen 16 Mitwirkenden als "Kammerchor von St. Mang" vorgestellt wurde, umrahmte die Feier mit dem "Ave Maria" von Rheinberger, einem Ausschnitt aus dem Totentanz von Hugo Distler und dem Psalm 145 "Aller Augen warten auf dich Herre" vom Franzosen Jean Berger.
Von Klaus Bielenberg

Der Kirchenchor Erntedank 2002
Der Kirchenchor 2001 „Zu den Acht Seligkeiten“ ehrt treue Mitglieder
Zur Jahreshauptversammlung des Kirchenchors „Zu den Acht Seligkeiten“ konnte Chorleiter Klaus Bielenberg neben den Mitgliedern auch viele Angehörige der Chorsänger und Stadtpfarrer Ulrich Schneider begrüßen.
Eine schöne Aufgabe war für ihn und Pfarrer Schneider, verdiente Chormitglieder auszuzeichnen. Ruth Zegke und Lydia Linder erhielten von der Pfarrgemeinde Ehrenurkunden für zehnjährige Mitgliedschaft.
Mit 30 Mitgliedsjahren gehört Frau Maria Uhl zum Urgestein des Chors. Trotz eines anderen Wohnortes ist sie dem Chor immer treu geblieben. Sie erhielt deshalb eine Urkunde des Amtes für Kirchenmusik und dazu natürlich ein Geschenk.

Der Chorleiter zeigte sich sehr erfreut über die erbrachten Leistungen im vergangenen Jahr. Dies hob er auch deshalb hervor, weil eine größere Umstrukturierung des Chores nötig war auf Grund der leider zurückgehenden Mitgliederzahl. Damit verbunden waren mehrere Neueinstudierungen, da die bisher verwendete Literatur nicht mehr aufgeführt werden konnte. Mit viel Fleiß der Chorsänger, die eine erstaunliche Chordisziplin bewiesen, gelang es auf diese Weise sehr schell entstandene Lücken auszugleichen. Auch im kommenden Jahr wird laufend neue Literatur erarbeitet. Deshalb wäre gerade jetzt nach Meinung des Chorleiters ein Neueintritt sehr günstig. Er bat alle Verantwortlichen um Unterstützung des Chores. Sangesfreudige Mitglieder der Pfarrgemeinde lud er herzlich ein dem Chor beizutreten, bei dem übrigens auch die Geselligkeit einen hohen Stellenwert hat.



Der Nikolaus, schon traditionell Siegfried Martick, durfte bei dieser Feier nicht fehlen und überreichte schließlich allen Chormitgliedern und sogar den Angehörigen mit viel launigen Worten Geschenke.
(Text Klaus Bielenberg / Fotos Alfred Vogler)