PREDIGT VON JOHANNES PAUL II.
AM FEST DER TAUFE DES HERRN
7. Januar 2001

Das Sakrament der Taufe

(V) Es braucht die Kraft, du großer Gott,
um weit zu gehen. (R)

(V) Es braucht das Licht, du großer Gott,
um dich zu finden. (R)

(V) Wir alle hier, du großer Gott,
wir brauchen dich. (R)

  

Die Eltern und Paten bringen ihr Kind zur Taufe. Diese beginnt damit, dass der Täufling feierlich in die Kirche geleitet wird.

  

Ein besonderes Geschenk für die ganze Pfarrgemeinde ist es, wenn dies in die Feier der Sonntagsliturgie geschieht. Die Verkündigung der Froh-Botschaft, das Evangelium, wird besonders hervorgehoben durch die Begleitung von Licht und dem Freudenruf, dem Halleluja, bei dem der Priester das Evangeliar den Gläubigen vor und nach der Verkündigung zeigt.

 

Der Kinderchor, angeleitet von Babsie Henle, erfreute die Gottesdienstgemeinde mit ansprechenden Taufliedern. Den Fürbitten der Angehörigen und Freunde der Familie für den Täufling und die Gemeinde schlossen sich alle an.

  

Kinder sind immer ein Geschenk Gottes. Bei der Taufe legen besonders die Taufpaten und die Eltern Zeugnis dafür ab, von Gott empfangen und nun wiederum für Gott ihr Kind bewahren zu wollen. Unschuldig hineingeboren in diese nicht heillose, aber immerfort an der Sünde leidenden Welt, wird der Zustand des vollkommenen Heils durch das Abwaschen aller Sünde hergestellt und die ursprüngliche Berufung von Gott, zu seinem Priester in seinem Königtum mit dem Salböl Crisam besiegelt. Dass sich Gott der Menschen bedient, um an Ihn zu handeln, mag den fernstehenden Christen und den Fremden befremdlich vorkommen, wer jedoch einmal darüber nachdenkt, wird sicherlich beipflichten, dass Gott selten durch Wunder, vielmehr jedoch durch seine Dienern, angefangen beim Getauften bis hin zu den großen Propheten und Lehrern der Kirchengeschichte sein Volk bis hierher gelenkt und bewahrt hat durch die Nächstenliebe, den Kern seines Evangeliums.

 

Wasser, Crisam, das weiße Kleid und das österliche Licht, deutliche Symbole für das unsichtbare Handeln Gottes.

    

Eine glückliche Familie mit einem schönen Auftrag verlässt die Kirche:
Gehet hin in Frieden - Dank sei Gott, dem Herrn.

  

Bedeutung der Taufe